San Felipe

Endlich mal wieder Zugang zu einem Computer, auch wenn mit englischer Tastatur. Lasst diesen Beitrag also als eine kleine Pruefung fuer euer Gehirn sein, die Umlaute fluessig zu lesen und die Rechtschreibfehler rauszufiltern! Schon vor einigen Monaten hat unser Laptop den Geist aufgegeben und ebenfalls meine geliebte Kamera, sowie das Akkuladegeraet der Ersatzkamera, welche ich nun nutze. 

Sehr sehr viel ist seit dem letzten Post passiert,  aber  ich moechte gerne aktuell bleiben und schreibee vorerst einen kleinen Eintrag darueber,  wo wir uns gerade aufhalten und fuer wie lange und warum. Noch wisst ihr es nicht, aber wir werden in sechs Tagen (ja in 6!!) unsere geliebte Heimatinseln der Philippinen verlassen und uns wieder zurueck in unser Geburtsland begeben. Auch haben wir bereits unser Zuhause auf Camiguin aufgegeben und sind nun schon seit zwei Wochen auf Reisen, in Manila und nun auch in Olongapo.

Ueber Olongapo gibt es von uns aus nicht sehr viel zu sagen, da aufgrund dessen Geschichte die Stadt vor allem bekannt ist fuer ihre Nutten und Bikini-Bars. Jedoch genau hierhin hat Gott zwei unserer Freunde berufen, um Gemeinden zu gruenden, um etwas Licht in die Dunkelheit zu bringen und genau dort sind wir zurzeit zu Besuch. Waehrend der ersten drei Tage haben wir gemeinsam ein Seminar zum Thema Juengerschaft in ihrer Gemeinde gehalten und es sind, wie immer, tolle Sachen passiert und Gott hat auch wieder wundersame Sachen gewirkt. Die restlichen Tage nutzen wir hier nun zum Urlaub machen und so sind wir heute auf ihr Wochenendgrundstueck, in San Felipe, gefahren.

Die letzten Monate waren sehr anstrengend und vor allem der Schlafmangel in den letzten zwei Wochen hat uns sehr zu schaffen gemacht. Gerade deshalb ist eine kleine Abwechslung genau das richtige fuer uns und da wir hier sogut wie nie Urlaub gemacht haben, ist das nun fuer uns ein kleiner Abschiedsurlaub.

Das Grundstueck ist ganz gut gewaehlt, denn es blickt auf die westlich gelegende suedchinische See und die naechste Landmasse, welche gegenueber liegt, ist Vietnam. Neben den tollen Sonnenuntergaengen und der guten Briese, ist es nicht nur ein beliebter Ort zum Surfen, sondern die Stroemung hat hier noch einen netten Nebeneffekt. Waehrend des letzten Vulkanausbruches vor einigen Jahren fiel immens viel Vulkanasche auf das gesamte Gebiet um San Felipe aus, welche durch einen grossen Fluss ins Meer gespuelt wird. Das Meer wirft diese Asche dann zurueck ans Land, so dass die Grundstuecke entlang des Strandes weiter wachsen. So sind seit dem Zeitpunkt des Kaufes nun schon einige Meter and Grundstueck angeschwemmt worden. Klingt ansich nach einer tollen Idee, nur sind die Verkaeufer der Grundstecke recht erfinderisch, wenn es ums Betruegen und Geldmachen geht. So wird unter anderem Versucht, das Grundstueck waehrend der Flut zu verkaufen, um so einen nicht ganz aufmerksamen Kauefer um etliche Meter Grundstueck zu beschwindeln. Mit anderen Worten, es wird Grundstueck verkauft, welches unter Wasser steht, anstratt es 15 oder 20 Meter landeinwaerts zu verschieben, wie es eigentlich verlaeuft. 

Fein ist der Sand und in der Sonne betrachtet, besteht er aus millionen von kleinen Glitzerpartikeln, so dass unsere Jungs voller Sand aussehen, als haetten sie sich von Maedchen Glitzerpartikel geklaut. Der Strand ist zwar schon seit vielen Jahren unter Surfern bekannt, jedoch wurde er noch nicht wirklich bebaut. Erst vor einigen Jahren fingen die Besitzer an, ihr Grundstueck aufzuteilen, und zu verkaufen. Wie ueblich auf den Philippinen wird nicht gross nachgedacht, sondern der schnellste und einfachste Weg wird gewaehlt, um viel Geld zu machen. Oft wird versucht die Grundstuecksgrenzen zu verruecken, dann wurde auch nur eine sehr enge Strasse geplant, da sonst ja hunderte Quadratmeter Grundstueck nicht mehr verkauft werden koennen. Also gibt es nur eine einspurige Strasse, welche alle Grundstuecke verbinden und das bei immer mehr entstehenden Resorts. Seit letztem Jahr gibt es nun auch eine Stromanbindung, fuer die jeder Besitzer noch einmal 2000 Euro zahlen musste. Natuerlich wollte die Stromgesellschaft schon vorher rein, sie bezahlen ja auch die Strommasten, aber mit so etwas Hinhaltetaktik laesst sich halt nochmal Geld verdienen. Dennis, unser Gastgeber, hat auf Strom verzichtet und kauft sich fuer die 2000 Euro lieber eine fuer das Haus ausreichende Solaranlage! Denn der Strom hier faellt am Wochenende meistens eh aus, denn dann kommen hunderte Menschen an den Strand und alle Steckdosen laufen von morgens bis abends.

Es waechst erstaunlich viel am Strand, unter anderem diese Pflanzen. Zum teil Fuellen sie grosse Flaechen aus und wenn die Pflanzen dann zeitgleich bluehen, gibt es unerwartete Farbtoene am Strand. Wenn es mein Grundstueck waere, so wuerde ich viele von diesen Pflanzen entlang des Weges zum Meer setzen, mit einem schmalen Weg dazwischen zum Laufen.

Dennis hat auch schon die ersten Kokosnussbaeume gepflanzt, welche nach einigen Jahren dann schon die ersten Kokosnuesse wachsen lassen. 

Sam Sam und der Sand

Jeder Tag am Strand laueft in etwa gleich ab, so verbringen wir zum Beispiel die Mittagssonen im Schatten eines Bambusdaches, waehrend die Kids mit dem Sand schmeissen, bis die Augen traenen. So richtig fliessendes Frischwasser gibt es hier noch nicht und auch Essen wird nur am Wochenende serviert, wenn die Menschen der Grosstaedte hier her kommen, um fuer teures Geld in winzigen kleinen Bambushuetten zu uebernachten. Es gibt noch kein gutes Restaurant hier, was mich mit der Idee spielen laesst, eine gute Stelle fuer ein Pizzarestaurant gefunden zu haben! Ha…waehre Sarah doch nur nicht so Schwanger, dass ihr von dem Gedanken uebel wird. Die Sonne beginnt bereits am Horizont zu sinken, so dass sie bald in die Huette scheinen wird – dafuer gibt sie aber ein tolles Licht ab, und der Staub, aufgewirbelt von den Volleyballspielern und den Quads, beginnt rot zu leuchten.

Vulkane im Hintergrund

Die Laenge des Strandes laedt zum Quadfahren ein, leider fahren die hier angebotenen Modelle so langsam, dass sich fuer mich der Aufwand zum Stand zu laufen, nicht lohnt. Viel cooler waehre es, die alte Crossmaschine hier zu haben, oder das Quad auf die volle Leistung freistellen zu lassen. 

Im Meer ist zurzeit auch so einiges los, es ist Session fuer Quallen und das merkt man im Wasser recht deutlich. Die Tentakeln schwimmen nicht erkennbar im Wasser und stechen die Schwimmer und sorgen fuer juckende Hautausschlaege. Koennte man mit Essig abwaschen, aber den gibt es hier nicht zu kaufen, und um so mehr wuerde sich nun Schwimmkleidung lohnen!

wundervolle Sarah

Im Verlauf des Tages kommen wir richtig zur Ruhe, und das Stadtleben der letzten zwei Wochen mit seiner immensen Hitze waehrdend des Tages, verblasst so langsam. Camiguin scheint schon wieder so weit weg zu sein, als ob es Teil eines anderes Lebens ist. Soviel ist seit dem Weggang schon passiert. Das erinnert uns daran, dass nichts wirklich bleibend ist, ausser das, was in der Ewigkeit wartet.

last sunset

Der erste und der letzte Sonnenuntergang in San Felipe fuer uns, denn nun geht es wieder zurueck nach Olongapo. Wir werden dort noch eine Tage urlaubsmaessig verbringen und sind gespannt, was noch so alles dort auf uns wartet. Auf jeden Fall ist das Stadtleben hier eine gute Vorbereitung auf unsere Heimkehr nach Deutschland. 

Ah..ich habe die Ananans vergessen, hier ist sie 😉

 

lecker

 

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