Zauberei auf Talicud

english version available here: http://oneyearpinoy.de/witchcraft-in-talicud/

Davao war stressig die letzte Zeit, so haben wir uns entschieden einen kleinen Urlaub auf Talicud Island zu machen (Beitrag dazu folgt noch). Allerdings wollen wir dem Post noch etwas zuvorkommen, da wir eine interessante Begegnung hatten, die für uns einmalig war und wir so etwas noch nie erlebt haben.

Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes sitze ich wie gewohnt zur Mittagszeit im Schatten und beobachte die Philippinos. Wenn sie nicht gerade ein paar Selfies mit Samuel machen (Aaron rennt immer weg), dann machen sie vor dem Meer ein Selfie, um dann in Anschluss noch ein Selfie in die entgegen gesetzte Richtung zu machen. Handys werden hier mit „Selfie Cam“ beworben oder diverse Modelle aus China tragen auch den Namen Selfie. Auch ich mache Selfies, aber nicht so oft und auch nicht den ganzen Tag. Als ich so die freundlichen Philippinos betrachte und mit der einen oder anderen Gruppe ins Gespräch komme, fällt mir auf, wie ein alter Mann von zwei Frauen gestützt zum Meer begleitet wird. Er macht kleine Schritte, so als ob er gerade erst Laufen lernt und es dauert eine Weile, bis er an die durch die Ebbe zurückgedrängten Fluten kommt. Dann dauert es noch einmal eine Weile, bis das Wasser auf Oberrschenkelhöhe ist. In mir regt sich ein bekanntes Gefühl und ich weiß, dass es sich hier um etwas Spirituelles handelt. Ich beobachte die Situation noch eine Weile und überlege, ob sie den Mann taufen wollen oder was eigentlich genau gemacht wird. Etwas wirkt komisch an der Situation. Mittlerweile sitzt der alte Mann im Meer und wird mit ein paar Hohlhänden voller Wasser gereinigt. Auch das geschieht langsam und so geh ich schon Mal meine Kamera holen – ich habe das Gefühl es könnte interessant werden – und mein Gefühl lässt mich nicht im Stich!

Als ich wieder zurück komme, ist der alte Mann wieder aus dem Blickfeld des Meeres verschwunden und ich seh mich um, wohin der Mann gegangen ist. Sarah kommt mir entgegen und sagt mir, ich solle das mal anschauen, was die da machen. Unmittelbar vor unserem Zelt, nur ein paar Schritte nach rechts, liegen zehn Menschen wie in einem Grab eingebuddelt, so dass nur noch die Köpfe rausschauen.

beginnendes Heilungsritual am Strand

Ich spreche die Frau an, die auch schon den alten Mann ins Meer begleitet hat und frage sie, was diese Gruppe genau hier macht. Sie erzählt mir ein wenig, dass sie eine Heilerin sei und mittels Kräutern und anderem Zeugs, sowie solchen Ritualen versucht, die Menschen zu heilen. Viele von den Menschen, so sagt sie mir, sind schwer krank und viele von ihnen haben Schmerzen. Das klingt gut, sage ich, denn wir beten auch für kranke Menschen und so biete ich ihr Gebet an, aber sie ist nicht beeindruckt und und sagt mittels philippinischer Geste „Ja“, was eigentlich „Nein“ bedeutet. Ich sehe sie wieder zu der Gruppe zurück gehen und sie hilft mit, beim Eingraben. Sarah und ich haben ein seltsames Gefühl und so beten wir noch einmal zusammen und entscheiden uns dann, später noch einmal nachzufragen. 

Zwei Tage vor unserer Abreise nach Talicud haben wir einen neuen Pratikanten aus Deutschland kennen gelernt, Andre, der im Kinderhilfswerk für seinen Sozialpädagogischen Abschluss noch ein paar Praktika machen möchte. Er er ist in Talicud, da er von den schönen Stränden gehört hat und auch ein wenig Zeit mit uns verbringen will. Andre ist gerade am Ende des zweiten Strandes und macht ein paar Sportübungen (müsste ich auch mal wieder machen) und so laufe ich schnell zu ihm und frage ihn, ob er neben seinem Muskeltraining auch noch ein wenig Training für seinen Geist machen möchte – und erzähle ihm von den Vorkommnissen an unserem Strand und lade ihn ein, mit dazu zu kommen. Obwohl er noch 5 Minuten bleiben will, scheint ihn die Neugier gepackt zu haben und ich sehe ihn bereits 50 Meter hinter mir herkommen.

Als wir ankommen beginnt der letzte Teil der Zeremonie, die Kranken werden mit „Gebet“ (in Anführungsstrichen deshalb, weil wir nicht wissen, ob sie zu Jesus oder jemand anderem betet) versorgt.

Jeder Mensch bekommt „Gebet“ von der Heilerin

Später erfahren wir auch den Grund dieses Unterfangens. Diese Menschen kommen von einer Gegend, die etwa 4-5 Std. von uns entfernt ist und sie glauben, dass wenn sie das Wasser durchqueren, dann verliert der Fluch, durch den sie krank geworden sind, die Möglichkeit, diese Menschen zu erreichen und das Eingraben im Sand soll dann das Anrecht des Fluches auslöschen. Dazu können sie aber nicht zu irgend einer Insel fahren, sondern sie muss lokal von ihrem Heimatort getrennt sein und da auch Samal eine Insel ist, die zwar viel näher an der Küste ist als Talicud, aber dadurch noch zum „Festland“ gehört, fällt sie aus dem Register. Die nächste Möglichkeit ist erst Talicud  und die Inseln im Norden von Mindanao, z.B. Camiguin, sind zu weit weg für die anstrengende Reise. Die Reisekosten und auch der Aufenthalt auf der Insel ist nicht sehr billig für die durchschnittlichen Philippinos und diese Menschen sehen alle nicht so aus, als ob sie im Geld schwimmen – ich bekomme den Eindruck, dass sie alles an Geld für diese Heilung aufwenden und die Reise nach Talicud ist dabei die letzte Station des Glaubens. 

Die Frau beendet ihre Zeremonie und ihre Patienten bleiben eingegraben im Sand und warten- wie lange, das kann keiner beantworten. Einige sind bereits eingeschlafen, da es sehr warm ist. Sarah bittet mich einen englischen Übersetzer zu finden und ich überlege wieder zu der Frau zu gehen, die diese Zeremonie leitet und sich ans Ende der „Gräber“ in den Sand gelegt hat und gerade dabei ist, einzuschlafen. Also laufen wir hin und ich frage die Frau noch einmal, ob es Patienten gibt, die Schmerzen haben und ob wir auch für sie beten dürfen. Sie klingt jetzt etwas offener, aber nicht wirklich begeistert, aber sie bietet uns an, für die erste Person zu beten und so gehen wir hin und knien uns neben die eingegrabene Frau und die Heilerin klärt uns über ihren Zustand auf. Auch die Frau spricht englisch und fügt noch Dinge hinzu. Sie erklären uns, dass diese Frau am ganzen Körper Schmerzen hat, dass es sich um eine Nervenkrankheit handelt und auch die Knochen und Muskeln schmerzen. Wir erzählen der Frau von der Kraft Gottes und auch ein paar Geschichten, die wir bereits erlebt haben. Sie stimmt unserem Gebet zu und so bete ich zuerst für die Frau, da Sarah gerade den Kleinen auf dem Arm hat. Kurze Zeit später, nach dem Gebet sagt sie, dass sie jetzt keine Schmerzen mehr fühlt und wir ermutigen sie, aus ihrem Grab herauszukommen, um den Körper zu überprüfen. Die Idee findet die Heilerin nicht so gut, aber zum Glück ist sie keine dominante Persönlichkeit und duldet das mit skeptischen Blicken. Sie hilft aber mit den Sand an einigen Stellen zu entfernen und nach kurzer Zeit steht die kurze, ründliche Frau vor uns und macht einige Bewegungen auf unsere Anfrage hin, um dann zum Erstaunen der Heilerin zu sagen, dass ihr Schmerz weg ist und sie beginnt zu strahlen! Nur noch im Rücken hat sie Schmerzen und so lasse ich Andre beten, denn ich weiß nicht, ob er so was schon mal gemacht hat. Wir haben nie etwas erlebt, weil wir es nie probiert haben und haben unseren Glauben auf unseren Erfahrungen gegründet und nicht auf das, was die Bibel sagt.

Andre betet für den Rücken

Danach sind auch die Rückenschmerzen weg und die Frau ist überglücklich und strahlt und auch die Heilerin scheint jetzt auf einmal sehr interessiert zu sein. Bevor wir richtig mit der Frau reden können, schickt sie uns gleich zum nächsten Patienten. Diese Frau hat eine Hautkrankheit und leidet unter starkem Juckreiz. Wir fragen Andre, ob er beten möchte und erinnern uns an das Wort Jesu, in dem es heißt „Geht hinaus, heilt die Kranken…reinigt die Leprakranken“. Als wir für sie beten, berichtet sie, dass der Juckreiz verschwunden ist und die Heilerin gräbt die Füße aus und überprüft diese. „Die Zehen sind wieder flexibel!“ , vorher waren ihre Füße steif und auch dort wurde sie nun geheilt, auch wenn wir nicht dafür gebetet haben.

Frau überprüft ihr Krebsgeschwür

Kaum sind wir mit dem Gebet fertig, werden wir gleich zur nächsten Person gebracht, Brustkrebs, Knieschmerzen und Schmerzen einer langen offenen Wunde an der Schulter, die aber mittlerweile wieder zu geheilt ist. Die Frau, für die wir zuerst gebetet haben, rennt inzwischen wie ein Cheerleader hinter uns her und ruft jedem der eingegrabenen Leute laut zu „Für Gott ist nichts unmöglich!“. Dabei hüpft sie leicht in die Luft und hebt die Hände hoch. Es ist so ein schöner Anblick, wie glücklich sie ist und offensichtlich von Gott angerührt. Diesmal betet Sarah und auch die nächste Patientin merkt, wie sich etwas verändert und so kommt sie rasch mit unser Hilfe aus ihrem Gefängnis und überprüft ihre rechte Brust. Sie kann nichts mehr entdecken, aber sie spürt noch die alte Wunde, für die wir gleich noch einmal beten können und danach hat sich auch das erledigt! Wow, das war ein Gefühl. Zuzusehen, wie Gott wirkt, ist immer wieder eine Freude und diesmal konnten wir gleich soviele Wunder erleben. Durch die eben geheilten Frauen hat auch die nächste Frau Hoffung bekommen, von ihrem Krebs geheilt zu werden, der ihr bereits starke Schmerzen im Unterbauch zuführt. Manche der eingegrabenen Menschen liegen mit schmerzverzerrtem Gesicht im Sand, der Druck vom Sand auf manche Körperpartien sorgt für eine zusätzliche Intensivierung des Schmerzes. 

voller Freude und vom Sandgrab befreit

Auch bei ihr passiert eine sofortige Heilung, die Schmerzen und der Druck sind verschwunden und die Frau strahlt über das ganze Gesicht. Vorher lag sie ohne Emotionen im Sand eingebuddelt und nun hatte sie eine Begegnung mit der Kraft Gottes. Wow! Wir haben wieder keine Zeit lange mit der Frau zu reden, denn die nächste Person möchte Gebet.

Diesmal handelt es sich um einen Mann mit Prostatakrebs. Dieser ist so stark fortgeschritten, dass er nicht mehr auf Klo gehen kann. Schmerzen hat er aber nicht, so wurde uns gesagt. Wir beten auch für ihn und er beschreibt nach dem Gebet, dass er Hitze in der Gegend gespürt hat. Wir haben schon öfters erlebt, dass die Menschen während des Gebetes Wärme, Hitze, „Elektrizität“ oder andere Veränderungen spüren. Wir helfen ihm auf und ich ermutige ihn, einmal auf die Toilette zu gehen, um zu überprüfen, ob die Heilung nun da ist oder noch nicht ganz – manchmal muss man mehrmals beten. Die Heilerin erzählt uns, dass er nicht auf Klo gehen kann, da er einen Katheter hat, welcher eine handbreit unterhalb des Bauchnabels durch die Haut in die Blase gelegt wurde, um die verschlossene Harnröhre zu umgehen. Die Frau beginnt, den Mann an dieser Stelle  vom Sand zu befreien und sagt erstaunt, dass die Flüssigkeit, die vorher im Katheter war, milchig gelb war und nun sieht man bereits mehrere cm klare Flüssigkeit. Mehr können wir nun nicht überprüfen, aber wir vertrauen darauf, dass auch er von Gott berührt wurde und mit dem, was der Mann gespürt hat und nun sieht, ist er sehr froh.

Es war, wie wenn man jemanden von den Toten aus dem Grabe hilft

Der nächste Mann ist einer der wenigen Patienten, der nicht mit Krebs zu kämpfen haben. Vor knapp zwei Wochen wurde dieser Mann von einem früheren Freund (jetzt Feind) mit einem Getränk vergiftet (haben wir schon öfter gehört. Auf den Philippinen sind die Leute sehr geduldig, aber wenn einmal die Schmerzgrenze überschritten ist, kann es lebensgefährlich werden) und seine Haut, sowie seine Augen sind gelblich verfärbt. Es scheint also, dass die Leber Schaden genommen hat und auch er möchte Gebet. Da ich gerade auf der richtigen Seite sitze, entferne ich eine Handbreite Sand über der Leber, während Sarah und Andre von außerhalb mit beten. Ich spüre, wie die Leber hart ist und auch der Bauch weist eine Abwehrspannung auf, was auf eine weitere Entzündung im Bauchraum hindeutet. Der Mann scheint sichtlich zu leiden, nicht nur über Schwäche, aber auch durch Schmerzen. Nachdem wir fertig sind, fasst die Heilerin auf den Bauch und sagt erstaunt, dass dieser ganz weich ist. Auch ich merke, das an der Stelle, wo ich meine Hand aufgelegt habe, ich nun unterhalb der Rippen den Bauchraum deutlich eindrücken kann – kein Zeichen auf Verhärtung und auch kein Druckschmerz bei dem Mann. Wir nutzen auch gleich die Gelegenheit und berichten ihm über ein paar Begebenheiten, über die wir in der Bibel lesen, dass selbst Gift einem nicht Schaden kann, wenn wir glauben. Er spürt schon, wie seine Kraft zurück kommt und läuft runter ins Meer, um den Sand zu entfernen.

schwer kranker Mann

Der sehr gebrechliche Mann, den ich vorhin im Meer gesehen habe, gehört zu den beiden letzten Kranken Personen. Er und seine Frau haben beide einen Schlaganfall erlitten, er vor ca. 2 Jahren und konnte erst seit ein paar Wochen mit kleinen Schritten anfangen zu gehen, wenn ihn jemand stützte. Um ihn machen wir uns am meisten Sorgen, da er in einem so schlechtem Zustand ist, dass er jetzt mit dem zusätzlichen Gewicht des Sandes kaum Luft holen kann. Schmerzverzerrt ist sein Gesicht und auch in den Schlaf scheint er nicht zu finden. Während des Gebetes offenbarte uns Gott ein paar Dinge und so beten wir gegen bestimmte Flüche und Geister und das Gesicht des Mannes verzieht sich immer wieder und er beginnt zu Husten und zu gähnen. Zuletzt müssen die bösen Geister weichen, worauf hin der Mann erst lächelt und dann anfängt, von Herzen zu lachen – solch ein Lachen haben wir selten gesehen. Für Andre war das Lachen und die Freude in dem Gesicht des Mannes das eindrücklichste Erlebnis des ganzen Tages! Leider hatte ich die Kamera dann nicht griffbereit. Da hätte echt eine vierte Person gefehlt. Dennoch konnten wir den nachfolgenden Schnappschuss machen. 

Befreit und glücklich

Als wir den Mann vom Sand befreit haben, untersuchen wir seinen linken Arm, der bis dahin gelähmt war. Als die Heilerin sieht, dass er nun die Hand zu einer Faust schließen kann, ist sie so überwältigt von Gottes Kraft, dass ihre Augen feucht werden und sie kurz vor dem Weinen ist. Sie scheint erst jetzt richtig zu begreifen, was alles passiert. Die meisten der Heilungen waren eher für die Patienten spürbar, mit Ausnahme der steifen Füße und des Katheters, aber wie sie auf einmal den Arm ihres Patienten sieht, ist sie völlig überwältigt. Der Mann wird ebenfalls zum Meer begleitet und da keine Person da ist, stütze ich ihn von rechts und kann der Frau ein paar Fragen stellen, da der Mann kein Englisch kann. Nun läuft er wesentlich schneller, sagt sie, und auch sie freut sich sehr.

Auch seine Frau wird geheilt, sie konnte nach ihrem Schlaganfall zwar laufen, aber hatte seit dem jeden Tag starke Schmerzen in den Beinen und in den Armen.

Die letzte Person, wieder eine Frau, hat keine Krankheit, sondern leidet unter Depressionen. Diese hat ihr erstes Kind, als es 6 Monate alt war, bereits im Bauch verloren. Ihre Mutter ist eine schwierige Persönlichkeit und sorgte dafür, dass ihr Ehemann nicht mehr bei ihr sein darf.Wir erzählen ihr von der Kraft der Vergebung und das wir zwar beten können, aber sie die einzige ist, die sich entscheiden kann zu vergeben. Sie entscheidet sich nach dem Gespräch dazu und so dürfen wir auch für sie beten und das Gott sie jetzt berührt, und sie segnet und ihr Hoffnung gibt.

Es war für uns ein erstaunliches Erlebnis! Von den Kranken wurde jeder geheilt, und wir hatten viel Möglichkeit mehr von der Guten Nachricht von Jesus zu erzählen und auch liebevoll zu ermahnen, dass wir uns nur auf Jesus verlassen sollen und die Finger von der Zauberei oder Aberglauben lassen.

Am darauf folgenden Tag sprachen wir noch einmal mit der Gruppe, auch um uns zu überzeugen, dass noch alles in Ordnung ist. Zuerst treffe ich die erste Frau am Strand, die nun schmerzfrei Muscheln sammeln kann und wir scherzen, dass sie jetzt um mindestens 10 jahre jünger geworden ist! Aber wir wollen noch einmal mit der ganzen Gruppe sprechen, da wir nun das Problem der Menschen kannten. Obwohl sie gläubig sind, haben sie ihren Aberglauben nicht abgelegt und durch die Rituale und das Anzapfen von unreinen Quellen, wurden sie dem Fluch preisgegeben und waren nicht mehr im Schutzraum Gottes – es war erstaunlich zu sehen, wie viele Parallelen es in in den Familien gab – ähnliche Krankheiten und Symptome, was uns nochmal denken lässt, dass es sich um Flüche handeln könnte. Wir legen ihnen diverse Bibelstellen aus und erzählen ihnen, dass sie nicht mit dem Feuer spielen sollten. 

Sie sind sehr dankbar und zum Abschluss laden sie uns zum Mittagessen eingeladen, worauf hin noch einmal eine Fotosession mit Samuel startet – und im Anschluss auch mit uns. Wir danken Gott für diese tolle Gelegenheit, seine Macht zu demonstrieren und jede Zauberkunst, die es gibt, in den Schatten zu stellen. Von Anfang an wurde die Erde ohne Krankheit und Tod geschaffen und all diese Dinge sind ein Resultat von der Sünde, die uns auf ewig von Gott und seinen Versprechen trennen. Mit dem Friedensangebot, welches wir in Jesus finden, können wir klar in der Bibel lesen, dass im Auftrag Jesu enthalten war, die Kranken zu heilen und die Gefangenen zu befreien. Er stellte Gottes Ordnung wieder her und wir lesen in den darauf folgenden Schriften, wie es die ersten Christen genau so weiter geführt haben. Auch der alte Mann und seine Frau sind sehr interessiert an unserem Glauben.

viele glückliche Gesichter. Auch heute geht es allen ehemaligen Patienten gut! Die junge Frau strahlte über das ganze Gesicht und auch die anderen sind sehr dankbar

Wir möchten noch einmal darauf hin deuten, dass die erwähnte Zauberei im Titel nichts mit unserem Glauben zu tun hat, sondern mit dem Ritual der Heilerin. Auch wir sind nicht in der Lage zu heilen, sondern es ist Jesus, der es durch uns tut.

Übrigens war Sarah während des gesamten Aufenthaltes auf Talicud selbst krank und an den Tagen, wo wir für andere um Heilung gebetet haben, ging es ihr mitunter so schlecht, dass sie Tabletten eingenommen hat. Natürlich haben wir auch mehrmals für sie gebetet. Warum sie nicht geheilt wurde, wissen wir nicht, aber wir stellen uns auch diese Frage nicht, sondern freuen uns einfach über die Leute, die geheilt wurden und vertrauen Gott, dass er uns weiterhin nutzen will. Bevor wir für die ganzen kranken Menschen gebetet haben, hatten wir am Vormittag noch für zwei weitere Menschen gebetet. Ein krankes Kind mit Fieber, welches darauf hin innerhalb einer Stunde kerngesund wurde und herum rannte. Die Mutter des Kindes brachte darauf hin ihre Mutter zu uns, die seit langer Zeit Schmerzen in der Schulter hatte, welche dann nach dem Gebet verschwunden sind. Darauf hin konnte die Mutter den Arm freudig hin und her bewegen. Obwohl diese Familie streng katholisch ist und für das Evangelium nicht sehr offen war, möchte die Tochter gerne eines Tages mit unserer Gruppe in den Park oder in ein Krankenhaus kommen. Die Tatsache, das Gott uns trotzdem benutzt, obwohl wir krank oder in vielen anderen Dingen nicht perfekt sind, zeigt, wie wenig eigentlich von uns abhängt, und wieviel von Gott abhängt. Ohne ihn können wir nichts machen und stellen wir uns ihm zur Verfügung, kann er durch uns alles machen. Das er durch uns wirkt zeigt nur, wie sehr er die Menschen liebt und er lässt sich durch unsere Fehler nicht davon abhalten, diesen Menschen zu begegnen.

 

„Siehe, ich will sie heilen und gesund machen und will ihnen dauernden Frieden gewähren.“

 
„Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus.“

Matthäus 10.8 / Jeremia 33.1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.