Erstkontakt

Nach meinem letzten Aufenthalt auf den Philippinen habe ich mir vorgenommen, bei nächster Landung den Boden des Flugfeldes zu küssen. Aber Manila ist dreckig. Für manchen Reisenden der schlimmste Ort, den sie auf ihrer Asienreise passieren und aushalten mussten. Solange man nicht zwei Stunden vom Zentrum entfernt wohnt, sollte man hier gar nicht wohnen, so einst ein Tipp eines Reisenden. Heute hatte ich nur angenehme Kontakte, dank meiner Familie. Der Flug nach Manila mit der turkish airlines verlief ohne Probleme, das Essen passte zum Film „Der Marsianer“ und wir berührten fast zeitgleich mit der Sonne den Boden. In Manila haben wir uns noch schnell mit Sim Karten aus einem der vielen kleinen Lädchen, sowie mit schlechtem Essen bei Jollibee ausgestattet. Als wir dann den Flughafen verlassen haben, kam sogleich die philippinische Lebensfreude zum Vorschein und wir fühlten uns fast wie Zuhause. Es ist hier üblich, Scherze zu machen und die deutsche Ernsthaftigkeit sucht man hier vergebens. 

Unser Shuttlefahrt zum Inlandsflughafen war für hiesige Verhältnisse nichts ungewöhnliches. Bereits in der ersten Minute fliegen Koffer und Rucksäcke durch den Bus und man kann endlich die Stangen zum festhalten nutzen. Der Rosenkranz, welcher provisorisch in der Mitte der Windschutzscheibe befestigt wurde, schwingt hin und her, der Busfahrer scheint im gleichen Takt das Lenkrad hin und her zu reißen. In den Kurven wird selten gebremst und Aaron holte es fast vom Sitz, als der Bus mit Volldampf über die Bordsteinkanten und Bodenwellen brettert, welche eigentlich schnelles fahren verhindern sollen. Jedes Taxi und jeder Bus weiß, wie schnell er gerade noch fahren kann. Die ersten hundert Meter sind geschafft und Aaron fragt mit nicht geringer Belustigung, warum hier alles wackelt und so schnell ist. Besondere Freude hatte er und der Busfahrer, als sie mit wahrscheinlicher Maximalgeschwindigkeit über das Flughafengelände brettern. Lange gerade Strecken und die hohe Geschwindigkeit sorgen für guten Luftaustausch im Shuttle. Für die Kurven ist der Bus jedoch zu schnell, aber der Fahrer erweitert die Straße einfach um Bordsteinkanten und darüber hinaus. Nach zehnminütiger Fahrt erreichen wir Terminal 3, wo morgen früh um 4:30 unser Flieger nach Davao abhebt, pünktlich zum Sonnenaufgang. 


Ich muss einfach noch erwähnen, dass der rot leuchtende Schriftzug, der an der oberen Bus Front entlangläuft,  das philippinische Leben nicht besser hätte zusammenfassen können.

,,it’s more fun in the Philippines


Das Motto findet man fast überall drauf. Im Grunde stimmt es aber – mit vielen Dingen kann man hier Spaß haben.

Willkommen im neuen Abenteuer.

 


  

Enno Goerlich

Anführer des kleinen Wolfsrudel, für jedes Abenteuer zu haben.

5 Comments on “Erstkontakt

  1. Das klingt ja recht abenteuerlich. Gut, dass ihr es mit Humor nehmen könnt. Ich werde morgen wieder in der ordentlichen Schweiz landen und am Freitag werden in der Hausgemeinde auch zwei Philippininnen dabei sein. Seid reich gesegnet! Herzliche Grüsse Werner

  2. Hey lovely family! Thank you so much for the english translation! I hadn’t recognized you at the beginning : Sara and Aaron, you are on the picture with the plane at the top of the page, aren’t you ? It’s a beautiful picture 🙂 And Samuel in Mr Blubber is just so funny ! Makes me want to cuddle him!
    Looking forward to seeing what God has prepared for you, …to start maybe some rest 😉
    With love from France,
    Karin

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